Weltpolitik

Festnahmen nach Anschlag in türkischer Stadt Izmir

Nach dem Anschlag in der türkischen Stadt Izmir hat die Polizei 18 Personen festgenommen. Wie Justizminister Bekir Bozdag am Freitag mitteilte, gibt es in der Regierung keine Zweifel, dass die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Gewaltakt steckt. Bei der Explosion einer Autobombe und einer Schießerei vor einem Gerichtsgebäude in Izmir am Donnerstag kamen zwei Menschen ums Leben.

PKK steckt laut Regierung hinter dem Anschlag.  SN/APA (AFP)/EMRE TAZEGUL
PKK steckt laut Regierung hinter dem Anschlag.

Der Zwischenfall wirft ein weiteres Schlaglicht auf die angespannte Sicherheitslage in der Türkei, wo zuletzt ein Attentäter in der Silvesternacht 39 Besucher eines Nachtclubs in Istanbul tötete.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik hat unterdessen die USA wegen ihrer Unterstützung der syrischen Kurdenmiliz YPG kritisiert. Die Türkei und die ganze Region müssten dafür einen hohen Preis zahlen, sagte Isik am Freitag im türkischen Rundfunk. Die Türkei betrachtet die YPG als feindliche Gruppierung. Die USA hätten sie mit Waffen versorgt, sagte der Minister. Es würde aber zu weit gehen zu sagen, die USA täten dies mit dem Ziel, den Terrorismus in der Türkei zu fördern

Die türkische Regierung sieht in der YPG einen Zweig der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die von den USA und der Europäischen Union (EU) als terroristische Organisation eingestuft ist. Die PKK wird für zahlreiche Attentate in der Türkei verantwortlich gemacht, zuletzt für den Autobomben-Anschlag am Donnerstag in Izmir.

Quelle: Apa/Ag.

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