Weltpolitik

Festnahmen nach Fund von Auto mit Gasflaschen in Paris

Nach der Entdeckung eines Autos mit Gasflaschen nahe der Pariser Kathedrale Notre Dame sind weitere Verdächtige festgenommen worden. Ein Paar wurde in der Nacht zum Donnerstag nahe Montargis südlich der französischen Hauptstadt gefasst. Bei einer weiteren Festnahme wurde eine Frau - eine der Töchter des Autobesitzers - durch einen Schuss verletzt, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Zwei weitere Frauen seien ebenfalls bei der Aktion südwestlich von Paris festgenommen worden. Ein Polizist sei verletzt worden. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, dass die Frau einen Polizisten mit einem Messer angegriffen habe.

Das Auto war bereits am Wochenende entdeckt worden. Ein Mitarbeiter einer Bar alarmierte die Polizei, weil ihm das Fahrzeug verdächtig vorkam. Es hatte keine Nummernschilder, die Warnblinker waren angeschaltet und im Innenraum lag eine Gasflasche. Die Flasche war leer, im Kofferraum befanden sich nach Ermittlerangaben aber fünf volle Gasflaschen. Eine Vorrichtung, mit der die Flaschen als Sprengsatz hätten gezündet werden können, wurde nicht entdeckt.

Die Pariser Staatsanwaltschaft nahm den Fall wegen der erhöhten Terrorgefahr sehr ernst und leitete Vorermittlungen wegen Terrorverdachts ein. Der Besitzer des Fahrzeugs wurde zwischenzeitlich ebenfalls festgenommen, allerdings am Dienstagabend nach einer Befragung durch die Ermittler wieder freigelassen.

Bei den Ermittlungen geht es im Wesentlichen darum herauszufinden, ob ein Anschlag geplant war oder nicht. In Frankreich herrscht seit den Pariser Anschlägen Mitte November der Ausnahmezustand. Die Behörden befürchten ständig weitere Attacken.

Quelle: Apa/Ag.

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