Weltpolitik

Finanzminister: Briten brauchen vor Brexit Finanzpolster

Großbritannien braucht nach Einschätzung von Finanzminister Philip Hammond einen ausreichenden Finanzpolster, um den anstehenden Austritt aus der EU zu schultern. Um "Reserven im Tank" zu haben, werde das Land daher trotz positiver Signale nicht die Ausgaben nach oben treiben, sagte Hammond am Sonntag der BBC.

Der "Chancellor of the Exchequer" beweist Weitblick.  SN/APA (AFP)/DANIEL LEAL-OLIVAS
Der "Chancellor of the Exchequer" beweist Weitblick.

"Wenn deine Bank dein Kreditkartenlimit erhöht, denke ich nicht, dass du dich gezwungen fühlst, loszuziehen und jeden Penny davon sofort auszugeben", bemühte der Minister einen Vergleich mit Privatpersonen. Hammond wird am Mittwoch seinen ersten Haushaltsplan vorlegen. Entgegen der Erwartungen nach dem überraschenden Brexit-Votum der Briten im vergangenen Jahr hat sich die britische Wirtschaft 2016 robust gezeigt.

Angesichts der Unsicherheit nach der Brexit-Entscheidung hatte die Regierung ein Milliarden-Konjunkturprogramm aufgelegt und die Wachstumsaussichten nach unten korrigiert. Mittlerweile wird erwartet, dass die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr im Haushaltsplan wieder angehoben werden.

Die britische Premierministerin Theresa May will noch in diesem Monat offiziell die Scheidungspapiere von der EU einreichen. Hammond zufolge herrsche vor Beginn der Verhandlungen über den Austritt mittlerweile eine deutlich entspanntere Stimmung. Der Ton zwischen Großbritannien und anderen EU-Mitgliedsstaaten habe sich im Laufe des Jahres erheblich verbessert.

(Apa/Ag.)

Aufgerufen am 25.06.2018 um 03:56 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/finanzminister-briten-brauchen-vor-brexit-finanzpolster-322951

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