Weltpolitik

Finnland testet bedingungsloses Grundeinkommen

Ab Jänner 2017 erhalten 2000 zufällig ausgewählte arbeitslose Finnen zwei Jahre lang ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Regierung will damit das Verhalten der Empfänger untersuchen.

Finnland testet bedingungsloses Grundeinkommen SN/thomas hödlmoser
Ein Blick auf Helsinki: Werden hier die Wogen hochgehen?

Es könnte den Sozialstaat und gängige Prinzipien vom Fördern und Fordern grundlegend umkrempeln. In der Schweiz ist die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen im Juni bei einem Volksentscheid gescheitert. Unbeirrt davon wollen die Finnen mit ihrer Version im Jänner 2017 ernst machen. Zwar wird es dann keine landesweite Einführung geben. Doch nach langem Hin und Her und vielen durchgespielten Szenarien bei der staatlichen Volksrentenanstalt Kela hat sich die Regierung in Helsinki jetzt dazu entschlossen, 2000 arbeitslosen Bürgern zwei Jahre lang 560 Euro monatlich auszuzahlen. Das Geld ist steuerfrei und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Bürger werden zufällig ausgesucht. Wer ausgewählt wird, muss mitmachen. Zwischen 25 und 58 Jahre sollen die Probanden sein. Sie müssen bislang Arbeitslosenhilfe erhalten haben. Arbeitssuchende, die bereits höhere Sozialleistungen erhalten, sind von dem Auswahlverfahren ausgeschlossen. Das Grundeinkommen soll keine Bestrafung sein.

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