Weltpolitik

Fortschritte im griechisch-mazedonischen Namensstreit

Bei den langjährigen Bemühungen um die Lösung des griechisch-mazedonischen Namensstreites dürfte es am Wochenende zu einem weiteren Fortschritt gekommen sein. Die mazedonische Presseagentur Makfax berichtete am Montag, dass es den Beratern der beiden Ministerpräsidenten am Wochenende gelungen sei, Fortschritte bei einigen offenen Fragen zu erzielen.

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias hat bestätigte außerdem Medienspekulationen, wonach die Ministerpräsidenten Griechenlands und Mazedoniens, Alexis Tsipras und Zoran Zaev, noch im Laufe des heutigen Montags ein Telefongespräch führen sollen. Gemäß dem mazedonischen Internetportal MKD hat Kotzias nach einem Treffen mit Tsipras in Athen keine Details enthüllt, nur bestätigt, dass das seit zehn Tagen erwartete Telefongespräch noch am Montag stattfinden werde.

Die griechische Tageszeitung "Ekathimerini" berichtete auf ihrem Internetportal am Sonntag, dass die bilateralen Verhandlungen zu 95 Prozent abgeschlossen seien. Es gelte, nur noch einige Details zu lösen. Soll dies gelingen, würde sich das mazedonische Parlament zu der Vereinbarung noch vor dem EU-Gipfeltreffen mit einfacher Stimmenmehrheit äußern. Die Volksabstimmung würde später, wahrscheinlich im September, folgen, berichtete die griechische Tageszeitung.

Der Namensstreit zwischen Athen und Skopje dauert seit 1991 an. Griechenland will, dass Mazedonien seinen Verfassungsnamen (Republik Mazedonien) ändert, weil der nördliche Teil Griechenlands auch den Namen Makedonien trägt. Der Konflikt behindert auch schon seit Jahren die Annäherung Mazedoniens an die EU und NATO. Laut früheren Medienberichten dürfte die "Einstige Jugoslawische Republik Mazedonien" (FYROM) künftig den Namen "Republik Nord-Mazedonien" tragen.

Quelle: APA

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