Weltpolitik

Fortsetzung der Gespräche über Irans Atomprogramm

Im Streit um das iranische Atomprogramm wollen internationale Unterhändler und Vertreter Teherans den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen.

Fortsetzung der Gespräche über Irans Atomprogramm SN/apa (archiv/epa)
Die Urananreicherungsanlage Natanz im Iran.

Ein Sprecher von EU-Außenbeauftragter Catherine Ashton, die die 5+1-Gruppe bei den Atomverhandlungen vertritt, erklärte in einem Kommunique, den technischen Gesprächen in Istanbul werde ein Treffen zwischen Helga Schmid und Ali Bagheri folgen. Schmid und Bagheri sind die Stellvertreter der beiden Chefverhandler. Als 5+1-Gruppe werden die fünf UNO-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland bezeichnet.

Während der zwölf Stunden dauernden technischen Gespräche in Istanbul sprachen die Unterhändler unter anderem über die lange vom Iran geheim gehaltene Uran-Anreicherungsanlage in Fordo. Die 5+1-Gruppe will Auskunft darüber, was genau in der Bunker-geschützten Anlage vor sich geht, wo Uran auf 20 Prozent angereichert wird. Nach Angaben westlicher Diplomaten wurden bei den Gesprächen in Istanbul zwar einige Meinungsunterschiede bei technischen Fragen beseitigt, aber einen Plan für politische Verhandlungen gibt es noch nicht.

Seit Juli sind die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen weiter gestiegen, nachdem ein von der EU beschlossenes Öl-Embargo seit Monatsanfang in Kraft getreten ist. Der iranische Außenminister Salehi warnte den Westen vor einer ernsthaften Konfrontation. Der Westen verdächtigt Teheran seit Jahren unter dem Deckmantel eines friedlichen Atomprogramms, an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung des Iran bestreitet dies heftig.

Quelle: Apa/Dpa

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