Weltpolitik

Frau wollte Migranten im Koffer nach Ceuta schmuggeln

Eine junge Marokkanerin hat versucht, einen Migranten aus Zentralafrika in einem Koffer in die spanische Exklave Ceuta zu schmuggeln. Die 22-Jährige sei an der Grenze den Beamten aufgefallen, weil sie sich merkwürdig verhalten und einen großen Koffer auf dem Dach ihres Wagens transportiert habe, berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE am Montag unter Berufung auf Justizkreise.

An der Grenze in Ceuta (Archivbild).  SN/APA (AFP)/ANTONIO SEMPERE
An der Grenze in Ceuta (Archivbild).

Sie sei festgenommen und in ein Gefängnis gebracht worden. In dem Koffer hätten die Beamten einen 19-jährigen Mann aus Gabun entdeckt, der keine Dokumente bei sich trug. Er sei noch vor Ort ärztlich behandelt worden, weil er Erstickungssymptome zeigte. Der Vorfall hatte sich bereits am vergangenen Freitag ereignet, wurde aber erst jetzt bekannt.

Immer wieder versuchen notleidende Afrikaner, in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla und somit in die EU zu gelangen. Erst in der Neujahrsnacht hatten mehr als 1100 Migranten versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und Ceuta zu stürmen.

Fünf spanische und Dutzende marokkanische Sicherheitskräfte, die die über den Zaun kletternden Menschen abwehren wollten, wurden dabei verletzt. Nur zwei Migranten war es aber letztlich gelungen, spanischen Boden zu erreichen. Der doppelte Zaun, der Ceuta von Marokko trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch.

Quelle: Apa/Dpa

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