Weltpolitik

Friedensabkommen im Kongo: Kabila soll vorerst bleiben

Nach blutigen Unruhen im Kongo haben sich Regierung und Opposition auf eine Übergangslösung geeinigt. Präsident Joseph Kabila soll nach dem Abkommen bis Ende 2017 im Amt bleiben. Das teilte die katholische Kirchengemeinschaft im Kongo (CENCO) am Freitag mit. Bis dahin soll eine Präsidentenwahl abgehalten werden, zu der Kabila nicht antreten darf.

Zahlreiche blutige Proteste in den vergangenen Tagen.  SN/APA (AFP)/JOHN WESSELS
Zahlreiche blutige Proteste in den vergangenen Tagen.

CENCO hatte die Gespräche vermittelt. Nach deren Angaben soll das Abkommen nach Weihnachten unterzeichnet werden. Das Sechs-Punkte-Programm sieht auch eine Einheitsregierung vor.

Kabilas zweite Amtsperiode als Präsident war am Montag abgelaufen. Bei Demonstrationen für seinen Rücktritt war es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen vom Freitag wurden in den vergangenen Tagen 40 Menschen durch Sicherheitskräfte getötet und rund 460 weitere festgenommen.

Die für November geplante Präsidentenwahl war mit der Begründung unvollständiger Wahlvorbereitungen auf 2018 verschoben worden. Kabila darf nach verfassungsrechtlichen Bestimmungen kein drittes Mandat erhalten. Er steht seit 2001 an der Spitze des zentralafrikanischen Landes. Die Führung übernahm Kabila 2001 von seinem Vater kurz nach dessen Ermordung. 2006 wurde Kabila erstmals vom Volk gewählt.

Quelle: Apa/Dpa

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