Weltpolitik

Friedensgespräche in Mosambik nach Mord verschoben

Eine neue Runde von Friedensgesprächen zwischen Regierung und Opposition in Mosambik ist nach der Ermordung eines Verhandlungsführers der Opposition verschoben worden. Die "brutale Tötung" von Jeremias Pondeca, der für die Renamo-Bewegung an den Gesprächen teilgenommen hatte, sei "entsetzlich und verwerflich", sagte Mario Raffaelli vom internationalen Vermittlungsteam am Montag.

Pondeca war am Samstag beim Joggen in der Hauptstadt Maputo getötet worden. Die Tat dürfe die "Suche nach Frieden" aber nicht behindern, so Raffaelli. Die neue Verhandlungsrunde, die eigentlich am Montag beginnen sollte, wurde um eine Woche verschoben. Die Friedensgespräche, die ein Abgleiten des Landes in einen neuerlichen Bürgerkrieg abwenden sollen, werden nun am 18. Oktober fortgesetzt.

Die Gespräche sollen den Weg ebnen für direkte Kontakte zwischen Präsident Filipe Nyusi von der seit mehr als 40 Jahren regierenden Frelimo-Partei und Oppositionsführer Afonso Dhlakama, dessen Renamo-Bewegung im vergangenen Jahr nach einer weiteren Wahlniederlage wieder zu den Waffen gegriffen hatte.

Beide Seiten hatten 1992 einen 16 Jahre währenden Bürgerkrieg beendet. Renamo-Chef Dhlakama war dann aber im vergangenen Jahr abgetaucht, nachdem er 2014 erneut die Präsidentschaftswahl verloren hatte. Ende 2015 erklärte er sich zum Machthaber in jenen sechs der elf mosambikanischen Provinzen, in denen er sich als Wahlsieger sieht. Sie liegen im Norden des Landes.

Quelle: Apa/Ag.

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