Weltpolitik

G-20 rufen zu mehr Engagement für Flüchtlinge auf

Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) haben zum Abschluss ihres Gipfels in China ein größeres internationales Engagement für Flüchtlinge in aller Welt angemahnt. "Wir rufen dazu auf, die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge zu verstärken", heißt es in der Abschlusserklärung des Treffens, die am Montag im ostchinesischen Hangzhou veröffentlicht wurde.

G-20 rufen zu mehr Engagement für Flüchtlinge auf SN/APA (AFP)/GREG BAKER
Abschluss des Treffens in China.

Alle Länder seien aufgefordert, "entsprechend ihrer eigenen Kapazitäten ihre Hilfe für kompetente internationale Organisationen zu intensivieren", hieß es mit Blick auf die Flüchtlinge weiter. Außerdem sei eine bessere Abstimmung der Staaten nötig, um "die entsprechenden Lasten zu verteilen".

Die Staats- und Regierungschefs der G-20 gaben überdies ein Bekenntnis gegen Protektionismus ab. Sie seien übereingekommen, "das multilaterale Handelssystem zu unterstützen und sich dem Protektionismus entgegenzustellen", sagte der chinesische Staatschef Xi Jinping. Konkrete Maßnahmen zur Liberalisierung des Weltmarktes nannte er allerdings nicht. Der Volksrepublik wird immer wieder vorgeworfen, seinen riesigen Binnenmarkt gegen andere Länder abzuschotten.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hob in ihrer Abschluss-Pressekonferenz hervor, dass nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) protektionistische Maßnahmen zugenommen hätten. Es sei begrüßenswert, dass die G-20-Länder angesichts der weltweiten Überproduktion von Stahl nun ein neues globales Forum bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vereinbart hätten. Als wichtiges Ziel nannte die deutsche Kanzlerin "Wachstum, von dem alle profitieren können".

Der zweitägige Gipfel hatte sich zudem mit den Themen Regulierung der Finanzmärkte, Handel, Entwicklung, Klimaschutz und Kampf gegen den Terror befasst. Bei einer Vielzahl bilateraler Gespräche am Rande des Gipfels ging es unter anderem um den Bürgerkrieg in Syrien sowie um den Konflikt in der Ostukraine. Nach China übernimmt Deutschland die G-20-Präsidentschaft, das Gipfeltreffen soll kommendes Jahr in Hamburg ausgerichtet werden.

Quelle: Apa/Ag.

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