Weltpolitik

Gambias neuer Präsident fordert Minister zu Transparenz auf

Nach seiner Rückkehr aus dem Exil hat Gambias frisch vereidigter Präsident Adama Barrow von seinen Ministern die Offenlegung ihrer Vermögen gefordert. Bei seiner ersten Pressekonferenz in der gambischen Hauptstadt Banjul bekundete er seine Unterstützung der Pressefreiheit. Die Mitglieder des neuen Kabinetts sollen zu Beginn der nächsten Woche ernannt werden.

Gambias neuer Präsident Adama Barrow.  SN/APA (AFP)/CARL DE SOUZA
Gambias neuer Präsident Adama Barrow.

Nach seiner Vereidigung im Exil im benachbarten Senegal war Barrow am Donnerstag nach Gambia zurückgekehrt. Eine jubelnde Menschenmenge hatte ihn empfangen.

Der abgewählte Präsident Yahya Jammeh hatte bis zuletzt an der Macht festgehalten. Mehr als 20 Jahre lang hatte Jammeh das kleine westafrikanische Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern regiert. Westafrikanische Staaten hatten diplomatisch und militärisch interveniert, um gegebenenfalls eine Machtübergabe zu erzwingen.

Die Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sollen vorerst im Land bleiben, sagte Barrow. Sie sollen den Prozess weiterhin unterstützen und danach wieder abziehen.

Ex-Präsident Jammeh war am Samstag nach Äquatorialguinea geflohen. Nach Angaben eines Beraters von Barrow soll Jammeh jedoch kein Amnestie-Versprechen erhalten haben.

Quelle: Apa/Dpa

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