Weltpolitik

Gebet statt Böller: Taize-Jugendtreffen in Basel beendet

Das 40. Jugendtreffen des ökumenischen Männerordens von Taize ist am Neujahrstag zu Ende gegangen. Rund 20.000 junge Menschen kamen im Schweizer Basel für mehrere Tage zusammen, um ein Zeichen des Dialogs zwischen den Kulturen und Religionen zu setzen. Die Gäste kamen aus der ganzen Welt, Polen und die Ukraine waren mit besonders starken Gruppen vertreten.

"Wenn ihr wieder zurück zu Hause seid, lasst uns Barrieren überwinden, mit Andersdenken sprechen und Brücken bauen", sagte der Vorsteher, Bruder Alois, beim letzten Abendgebet am Sonntag. Am Montag stand neben einem Mittagessen in den Gastfamilien nur noch die Heimreise für die Gläubigen am Programm.

Im kommenden Jahr lädt der Männerorden zum Treffen nach Madrid ein. Seit vier Jahrzehnten organisieren die Brüder die Veranstaltungen für junge Leute bis 35 Jahre zum gemeinsamen Gebet und zum Austausch über Glaubens- und Altersfragen. In Basel ging es in Zeiten von wachsender Angst und Abschottung um das Thema Freude und Vertrauen, sich auf das Fremde einzulassen. Tausende Gastfamilien haben auch in Baden in Süddeutschland und im Elsass in Frankreich junge Teilnehmer aufgenommen, die sie vorher nicht kannten.

Die Ordensgemeinschaft wurde 1949 von dem Schweizer Roger Schutz in Taize knapp 400 Kilometer südöstlich von Paris gegründet. Die 100 katholischen und evangelischen Brüder kümmern sich vor allem um Jugendarbeit.

Quelle: Apa/Dpa

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