Weltpolitik

Gedenken an Schlacht von 1918 im französischen Amiens

Hundert Jahre nach einer entscheidenden Schlacht im Ersten Weltkrieg haben Vertreter Deutschlands und der Alliierten an die Opfer erinnert. An der Gedenkzeremonie im nordfranzösischen Amiens nahmen neben dem früheren deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck unter anderem die britische Premierministerin Theresa May und Prinz William teil.

Hochkarätige Gäste in Amiens SN/APA (AFP)/BENOIT TESSIER
Hochkarätige Gäste in Amiens

Frankreich hatte auch Nachkommen der Zehntausenden getöteten Soldaten der Schlacht bei Amiens vom 8. August 1918 geladen. Prinz William sagte bei der Zeremonie in der Kathedrale von Amiens, die ehemals verfeindeten Länder fänden "in einem Geist des Friedens und der Partnerschaft" zusammen. "Dieser Krieg darf niemals vergessen werden", betonte der Australier Denis Holden, dessen Großvater bei der Schlacht verletzt wurde.

Rund 2.000 Gäste versammelten sich in der Kathedrale von Amiens, weitere 1.200 Menschen verfolgten die Zeremonie auf einer Großleinwand vor der gotischen Kirche. Auch aus den USA, Kanada und Irland waren Vertreter gekommen. Frankreich wurde durch Verteidigungsministerin Florence Parly vertreten, Präsident Emmanuel Macron ist im Sommerurlaub.

Die Schlacht bei Amiens gilt als einer der Wendepunkte des Ersten Weltkriegs: Dabei drängten die Alliierten die deutschen Truppen zurück und nahmen zahlreiche Gefangene. Sie war der Auftakt zu der sogenannten Hunderttageoffensive an der Westfront, die bis November 1918 zum Ende der Kämpfe beitrug.

Quelle: Apa/Ag.

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