Weltpolitik

Gefechte in afghanischer Südprovinz Helmand verschärfen sich

In der schwer umkämpften afghanischen Südprovinz Helmand sind nach Angaben der Behörden auch in den letzten beiden bisher friedlichen Bezirken Gefechte ausgebrochen. "Wir haben nun auch in Nawa und Garmser Kämpfe", sagte der Chef der zivilgesellschaftlichen Organisationen von Helmand, Sardar Hamdard, laut Medienberichten vom Mittwoch.

Gefechte in afghanischer Südprovinz Helmand verschärfen sich SN/APA (AFP)/NOOR MOHAMMAD
Die Polizei prüft in Helmand derzeit jeden einzelnen Pendler.

Die Taliban seien zudem nur noch zwei bis drei Kilometer von der Provinzhauptstadt Lashkargar entfernt. Dort kämpften sie im Bezirk Nad-e Ali um ein weiteres Bezirkszentrum.

Die Autobahn, die Helmand mit der Nachbarprovinz Kandahar verbinde, sei seit Tagen geschlossen. Die Preise für Lebensmittel hätten sich verdreifacht. Sowohl der Generalstabschef der Armee als auch der Innenminister für Sicherheit seien nach Helmand gereist, um den Kampf persönlich anzuführen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Sprecher des Gouverneurspalastes, Amar Swak, sagte, frische Kräfte seien in Helmand angekommen.

Die "New York Times" hatte am Montag berichtet, dass selbst stark verschärfte Luftangriffe von US-Jets die Aufständischen kaum zurückzuhalten vermochten. Die UN-Nothilfeorganisation im Land, Ocha, meldete am Dienstag "große Bewegungen von Binnenflüchtlingen".

Die radikalislamischen Taliban wollen in Helmand einen Staat im Staat für sich erkämpfen. Sie kontrollieren im größten Opiumanbaugebiet des Landes schon fünf der 14 Bezirke voll sowie Teile von weiteren sechs.

Quelle: Apa/Dpa

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