Weltpolitik

Gefechte zwischen verfeindeten Rebellengruppen in Syrien

In Syrien ist es zwischen dem früheren Al-Kaida-Ableger und rivalisierenden Rebellengruppen zu schweren Gefechten gekommen. Die früher als Al-Nusra-Front bekannte Organisation Jabhat Fatah al-Sham sei im Nordwesten des Landes in die Offensive gegen als moderater geltende Aufständische gegangen, verlautete am Freitag aus Rebellenkreisen.

Auch die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von schweren Kämpfen. Sie ereigneten sich offenbar an zwei Orten in der Provinz Idlib: Westlich der Großstadt Aleppo nahe der türkischen Grenze und südlich der Stadt Idlib in der Nähe der Hauptstraße, die Aleppo mit der Hauptstadt Damaskus verbindet. Der Beobachtungsstelle zufolge setzten beide Seiten schwere Waffen ein. Es habe Opfer unter Zivilisten gegeben.

Die Provinz Idlib ist eine Hochburg der Aufständischen. Von den Kämpfen unter den rivalisierenden Gruppen profitieren die Truppen von Präsident Bashar al-Assad, der seit fast sechs Jahren versucht, den Aufstand niederzuschlagen. Gegen die Hardliner von Jabhat Fatah al-Sham (Eroberungsfront der Levante) kämpfte auch am Freitag die mächtige Gruppe Ahrar al-Sham (Freie Männer der Levante). Sie ist eine Sammelbewegung für Islamisten, stellt sich aber als gemäßigter dar.

Quelle: Apa/Ag.

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