Weltpolitik

Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogans Sohn eingestellt

Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat bei einem Untersuchungsrichter die Einstellung der Ermittlungen gegen Bilal Erdogan, Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, beantragt. Es seien keine Beweise für den Vorwurf der Geldwäsche gefunden worden.

Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogans Sohn eingestellt SN/APA (AFP)/OZAN KOSE
Keine Beweise für Vorwürfe gegen Bilal Erdogan.

Erdogan Junior, der an der Johns-Hopkins-Universität in Bologna ein Doktorat macht, das er aber 2007 unterbrochen hatte, war verdächtigt worden, illegal hohe Summen aus seiner Heimat nach Italien eingeführt zu haben. Aufgenommen wurde die Untersuchung aufgrund der Anzeige des türkischen Großunternehmers Murat Hakan Uzan, Bruder von Cem Uzan, dem Gründer und Chef der türkischen Genc Parti (Junge Partei).

Laut Uzan habe sich der junge Erdogan in Bologna nicht um zu studieren, sondern um die illegalen Geschäfte der Familie zu organisieren, aufgehalten. Der Erdogan-Sohn hatte im März Bologna verlassen. Die Staatsanwaltschaft in Bologna erklärte, sie habe Uzan nicht befragen können. Daher sei die Einstellung der Untersuchung beantragt worden.

Quelle: APA

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