Weltpolitik

Gorbatschow verlässt enttäuscht eigene Umweltorganisation

Die vom früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gegründete Umweltorganisation Green Cross ist in Turbulenzen. Green Cross International (GCI) sei wegen ausstehender Zahlungen nationaler Green-Cross-Organisationen unter anderem in Polen und den USA nicht mehr in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, teilte die Organisation am Mittwoch auf ihrer Website mit.

Gorbatschow will seiner Organisation nicht länger vorstehen.  SN/APA (dpa)/unbekannt
Gorbatschow will seiner Organisation nicht länger vorstehen.

Gorbatschow, der bis zum Oktober 2016 Präsident von GCI war, trat von seinem Posten im Verwaltungsrat zurück. Auch der Finanzchef und der Präsident Jean-Michel Cousteau nahmen ihren Hut.

In seinem Rücktrittsschreiben nennt Friedensnobelpreisträger Gorbatschow interne Querelen als Grund für seinen Schritt. "Unter diesen Umständen halte ich es nicht mehr für möglich, meinen Posten im Verwaltungsrat fortzusetzen, da ich diese Versuche nicht mit meiner Anwesenheit legitimieren will", schrieb Gorbatschow mit Blick auf angebliche Machtkämpfe.

GCI mit Sitz in Genf wurde 1993 nach der UNO-Umwelt-Konferenz in Rio von Gorbatschow gegründet. Die NGO engagiert sich für die Bewältigung von Folgeschäden aus Industriekatastrophen wie Tschernobyl, für die Beseitigung umweltgefährdender militärischer Altlasten sowie für die Reinhaltung der Gewässer. Green Cross ist in 30 Ländern vertreten.

Quelle: Apa/Dpa

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