Weltpolitik

Guterres verurteilt Selbstmordanschlag in Mali

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den Selbstmordanschlag in Mali mit mittlerweile 77 Toten auf das Schärfste verurteilt. Die "abscheuliche Tat bekräftigt die Entschlossenheit der Vereinten Nationen", das Volk und die Regierung Malis bei ihrem Kampf gegen Terrorismus und ihrer Suche nach Frieden zu unterstützen, teilte Guterres am Mittwoch mit.

Guterres rief zur Umsetzung des Friedensabkommens auf.  SN/APA (AFP)/DENIS BALIBOUSE
Guterres rief zur Umsetzung des Friedensabkommens auf.

Guterres rief die beteiligten Parteien dazu auf, die Bedingungen des Friedensabkommens von 2015 vollständig umzusetzen und Attacken wie diese mit allen Mitteln zu vermeiden. Nach offiziellen Angaben vom Donnerstag hat sich die Zahl der Todesopfer auf 77 erhöht. Das teilte ein Sprecher der französischen Armee am Donnerstag in Paris mit. Bei dem Attentat am Vortag wurde auch mehr als 100 Menschen verletzt. Zu dem schwersten Anschlag in dem westafrikanischen Land seit Jahren bekannte sich eine mit Al-Kaida verbündete Islamistengruppe.

In Gao ist auch die UNO-Friedensmission zur Stabilisierung des Landes (MINUSMA) stationiert. Erst am Samstag hatte der französische Präsident Francois Hollande die Truppen in Gao besucht. Deutschland hat kürzlich die Aufstockung seiner Truppenobergrenze im Rahmen der UNO-Mission von derzeit 500 auf 1000 Soldaten beschlossen.

Seit dem Vorjahr sind auch sechs Bundesheer-Soldaten an MINUSMA, der gefährlichsten UNO-Mission weltweit, beteiligt. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM bilden zudem 14 österreichische Soldaten einheimische Kollegen aus.

Quelle: Apa/Dpa

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