Weltpolitik

Hilfsorganisationen retteten Hunderte aus dem Mittelmeer

Am Samstag haben sich erneut dramatische Szenen auf dem Mittelmeer abgespielt: Hilfsorganisationen retteten neuerlich 300 Menschen aus dem Kanal von Sizilien, nachdem am Freitag bereits 1.300 Flüchtlinge und Migranten nahe der libyschen Küste an Bord mehrerer Rettungsschiffe genommen worden waren. Das berichtete die Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf die italienische Küstenwache.

Leider kein seltenes Bild im Mittelmeer.  SN/APA (AFP)/GABRIEL BOUYS
Leider kein seltenes Bild im Mittelmeer.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen war an einigen der insgesamt 13 Rettungsaktionen am Freitag beteiligt. Auf Twitter sprach sie von einem "absoluten Alptraum".

Die EU hatte auf dem Gipfel am Freitag eine engere Zusammenarbeit mit Libyen beschlossen, um illegaler Migration entgegenzuwirken. Von dem Bürgerkriegsland aus fahren von Schleppern organisierte Flüchtlingsfahrten über die zentrale Mittelmeerroute. Die EU will die libysche Küstenwache so stärken, dass sie Flüchtlingsboote schon kurz nach dem Start stoppt und die Menschen zurück nach Libyen bringt. Hilfsorganisationen kritisieren dies scharf. Denn in dem Bürgerkriegsland herrschen politisches Chaos und Gewalt.

Quelle: Apa/Dpa

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