Weltpolitik

Hillary Clinton: "Es schmerzt - und das wird es für lange Zeit"

Mit Spannung wurde die Rede der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin erwartet, sie hatte stundenlang geschwiegen. Mit emotionalen Worten, aber verhältnismäßig gefasst, trat Clinton am Mittwochabend an die Öffentlichkeit.

Hillary Clinton sagte unter tosendem Applaus ihrer Anhänger, sie sei enttäuscht, dass sie die Wahl nicht gewonnen habe, aber es gelte jetzt, nach vorn zu schauen. Amerika müsse Donald Trump eine Chance geben. "Ich hoffe, er wird ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner sein", sagte die Politikerin. Eine friedliche Machtübergabe müsse "zelebriert" werden.

Jedoch legte sie eins nach, Amerika, die Amerikaner müssten ihre Werte verteidigen. Das Recht müsse an erster Stelle stehen, die Gleichbehandlung von allen sowie die freie Meinungsäußerung garantiert sein.

Zu ihrer Niederlage sagte die Demokratin: "Es schmerzt - und das wird es für lange Zeit". Aber es gehe nicht um sie, sondern um das Land. Amerika sei tiefer gespalten als sie selbst angenommen habe. Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen, betonte Hillary Clinton. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei. "Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten."

Clinton macht den Frauen Mut

"Wir haben die Glasdecke nicht zertrümmern können", sagte sie mit Blick auf ihr Ziel, erste Präsidentin der USA zu werden. "Aber irgendwann wird es jemand tun, hoffentlich früher als später." Die Frauen und "little girls" sollten nicht aufhören, ihre Träume zu verfolgen.

Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube. "Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun", sagte Clinton in ihrer sehr emotionalen Rede. Sie wurde von ihren Anhängern mit Standing Ovations verabschiedet. Ex-Präsident Bill Clinton hatte Mühe, seine Tränen zurückzuhalten.

Sie schloss mit: "May God bless you and may God bless the United States of America."

Quelle: SN

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