Weltpolitik

Houthi-Rebellen in Jemen zu Friedensgesprächen bereit

Die jemenitischen Houthi-Rebellen haben sich zu neuen Friedensgesprächen mit der Exilregierung bereit erklärt. Als Vorbedingung nannten sie aber ein Ende der Angriffe der von Saudi-Arabien angeführten arabischen Militärkoalition auf Houthi-Gebiete in Jemen.

Anfang August waren von den Vereinten Nationen (UN) unterstützte Friedensgespräche gescheitert. Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen nahmen daraufhin den Beschuss von Gebieten im benachbarten Saudi-Arabien wieder auf, das zur Unterstützung des von den Rebellen vertriebenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi militärisch in den Konflikt eingegriffen hat. In den seit 18 Monaten anhaltenden Auseinandersetzungen flogen Kampfflugzeuge Saudi-Arabiens und anderer Staaten Tausende Luftangriffe auf Ziele im Jemen. Die UN kritisierten, dass dabei zahlreiche Zivilisten getötet wurden.

Vergangene Woche hatte US-Außenminister John Kerry sich für neue Friedensgespräche und die Bildung einer Einheitsregierung in Jemen ausgesprochen. Er habe mit den arabischen Golfstaaten und den UN eine Wiederbelebung der Friedensgespräche mit dem Ziel vereinbart, eine Einheitsregierung in Jemen zu schaffen. Kerry forderte von den Houthis, sie müssten den Beschuss Saudi-Arabiens einstellen, ihre Truppen aus der Hauptstadt Sanaa abziehen, ihre schweren Waffen abgeben und sich an einer Regierung der nationalen Einheit mit ihren politischen Gegnern beteiligen.

Die von den Houthis gestürzte Regierung bestand bisher darauf, dass die Rebellen vor einer Teilnahme an einer Regierung alle anderen Forderungen erfüllt haben müssen. Kerry schlug vor, dass die Schritte parallel erfolgen könnten.

Quelle: Apa/Ag.

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