Weltpolitik

Hunderte bei Solidaritätsmarsch für Opfer von Quebec-Attacke

Mehrere hundert Menschen sind im kanadischen Quebec im Gedenken an die Opfer des Moschee-Attentats auf die Straße gegangen. Der Demonstrationszug trotzte am Sonntag Schnee und Kälte und zog von der Laval-Universität zum Parlament der französischsprachigen Provinz.

Muslime und Nicht-Muslime marschierten vereint.  SN/APA (AFP)/ALICE CHICHE
Muslime und Nicht-Muslime marschierten vereint.

"Nein zu Islamfeindlichkeit, Ja zum Frieden" und "Öffnet euer Herz" stand auf Schildern. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Muslime, viele Nicht-Muslime hakten sich zum Zeichen ihrer Solidarität bei ihnen unter.

Vor einer Woche hatte ein Angreifer das Feuer in einer Moschee in Quebec eröffnet und sechs Menschen erschossen. Bei dem mutmaßlichen Täter handelte es sich um einen Politikstudenten der Laval-Universität, der sich selbst der Polizei stellte. Er soll Sympathien für nationalistisches und rassistisches Gedankengut gezeigt haben und muss sich wegen sechsfachen Mordes verantworten.

Der Vorsitzende des Islamischen Kulturzentrums der Stadt, in dem sich der Anschlag ereignet hatte, lobte den gemeinsamen Solidaritätsmarsch von Muslimen und Nicht-Muslimen. So zeige Quebec, dass es "vereint" sei, sagte Mohammed Yangi. Er werde mit der Politik zusammenarbeiten, um "Hassbotschaften" zu beseitigen, sagte er.

Der Angriff hatte sich am Sonntag während des Abendgebets in der Moschee ereignet. Unter den Opfern waren auch mehrere Nordafrikaner, die alle auch die kanadische Staatsbürgerschaft besaßen. Bei dem Anschlag wurden zudem acht Menschen verletzt, drei von ihnen wurden weiterhin im Krankenhaus behandelt.

Quelle: Apa/Ag.

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