Weltpolitik

Hunderte Festnahmen bei Unruhen in Äthiopien

Sicherheitskräfte haben bei andauernden Unruhen in Äthiopien mehr als 800 Menschen festgenommen. Ihnen werden unter anderem Mord, das Abbrennen von Kaffeeplantagen und die Errichtung von Barrikaden vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Sicherheitskräfte in der Unruheregion Oromia. Allein dort seien in den vergangenen Tagen rund 500 Menschen festgenommen worden.

Der Auslöser der Unruhen war zunächst unklar. In der Vergangenheit hatten Rufe nach politischen Reformen für Ausschreitungen im Süden Äthiopiens gesorgt.

Äthiopien mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern wurde lange mit harter Hand regiert. Allerdings hat der seit April amtierende Regierungschef Abiy Ahmed radikale Reformen eingeführt. So schloss er Frieden mit dem langjährigen Rivalen Eritrea, lies Hunderte politische Gefangene frei und strich Oppositionsgruppen von der Terrorliste.

Aber in dem Vielvölkerstaat herrschen noch immer mehrere ethnische Konflikte. Äthiopien zählt UN-Statistiken zufolge - trotz eines raschen Wirtschaftswachstums - zu den ärmsten Ländern der Welt. 

Quelle: Apa/Dpa

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