Weltpolitik

Hungerstreik an serbisch-ungarischer Grenze beendet

Eine an der serbisch-ungarischen Grenze protestierende Flüchtlingsgruppe hat am Freitag ihren Hungerstreik eingestellt. Die etwa 60 Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan hatten seit Montag die Aufnahme von Nahrung verweigert, um ihre Einreise nach Ungarn zu erzwingen. Sie sollen nun ins Flüchtlingslager Adasevci an der kroatischen Grenze gebracht werden.

Ungarn nimmt täglich nur 30 Asylanträge von Personen an, die nicht zuvor beim illegalen Grenzübertritt erwischt wurden. Wirtschaftsflüchtlinge haben keine Erfolgsaussichten. Auch in Serbien dürften die Afghanen und Pakistani kein Asyl erhalten, sofern sie es beantragen.

Laut dem Leiter des Belgrader Asyl-Hilfezentrums, Rados Djurovic, halten sich derzeit zwischen 3.500 und 4.000 Flüchtlinge in Serbien auf. Darunter seien mindestens 800 unbegleitete Minderjährige. Djurovic sprach von einem dringenden Problem, auf das die serbischen Behörden reagieren müssten.

Quelle: APA

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