Weltpolitik

IAEA-Chef bespricht mit Trump-Regierung Iran-Atomdeal

Der Generaldirektor der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA), Yukiya Amano, wird am Donnerstag in Washington erstmals Gespräche mit Vertretern der neuen US-Administration führen - u.a. über das Atomabkommen mit dem Iran, das US-Präsident Donald Trump als schlechtesten Deal, der je ausverhandelt wurde, gebrandmarkt hat.

US-Außenminister Tillerson will Iran-Deal vollständig überprüfen.  SN/APA (AFP)/PEDRO PARDO
US-Außenminister Tillerson will Iran-Deal vollständig überprüfen.

Der in Wien akkordierte Pakt mit den UNO-Vetomächten sowie Deutschland mit dem Iran aus dem Jahr 2015 soll Teheran davon abhalten, eine Atombombe zu entwickeln. Im Gegenzug für Einschränkungen des iranischen Nuklearprogramms sieht er die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen den Iran vor. Der Deal werde das Hauptthema von Amanos Gesprächen in Washington sein, verlautete am Mittwoch aus der IAEA.

US-Außenminister Rex Tillerson, einer der Gesprächspartner Amanos am Donnerstag, hat eine "vollständige Überprüfung" des Abkommens gefordert. Amano sieht das Abkommen positiv. Die IAEA überwacht die Einhaltung des Vertrages. Ende Februar hieß es in einem IAEA-Bericht, der Iran erfülle alle Verpflichtungen.

Es wird erwartet, dass der IAEA-Gouverneursrat nächste Woche in Wien u.a. die Wiederkandidatur Amanos als Generaldirektor erörtert. Der Japaner ist zwar der einzige Kandidat bisher, seine Wiederwahl ist laut Diplomaten aber nicht sicher. Die USA haben bisher keine Unterstützungserklärung für Amano abgegeben.

Quelle: Apa/Ag.

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