Weltpolitik

Immer weniger Frieden weltweit

Weltweit gibt es immer weniger Frieden. Zu diesem Schluss kommt der am Mittwoch veröffentlichte Global Peace Index (GPI) des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) in London. Österreich landet bei diesem Ranking auf Platz drei der friedvollsten Staaten weltweit, und verbessert sich damit um einen Rang im Vergleich zum Vorjahr. Besser platziert sind nur noch Island und Neuseeland.

Globale Konflikte nehmen zu SN/APA (AFP)/INTI OCON
Globale Konflikte nehmen zu

Am anderen Ende der Skala befinden sich die Krisenherde Syrien, Afghanistan, Südsudan, der Irak und Somalia. Insgesamt machten 92 Länder Rückschritte, 71 verbesserten sich. Rückschritte so vieler Länder gleichzeitig haben die Studienautoren zuletzt 2010 gemessen.

Der Index bemisst die Friedlichkeit von 163 Ländern anhand von Indikatoren aus drei Schlüsselbereichen: "Andauernde Konflikte", "Sicherheit und Schutz" und "Militarisierung". In allen drei Bereichen kam es im vergangenen Jahr weltweit zu Verschlechterungen, für die das Institut mehrere Faktoren verantwortlich macht: Eskalationen bei zwischenstaatlichen und internen bewaffneten Konflikten, wachsender politischer Terror und ein vermindertes Engagement für UNO-Friedensmissionen.

Europa konnte seine Position als friedlichster Kontinent halten, aber auch hier kam es zu Verschlechterungen bei zwei Drittel der Staaten. Spanien etwa fiel wegen der innenpolitischen Spannungen und der Auswirkungen des Terroranschlags von Barcelona um ganze 20 Plätze zurück, und belegt nun nur mehr Rang 30. Der allgemeine Trend geht laut dem Institut in Richtung "Konvergenz im Friedensniveau". Die friedlichsten Länder, vor allem in Westeuropa, entwickeln sich rückläufig, die osteuropäischen Staaten verbessern sich.

Die Regionen mit dem wenigsten Frieden weltweit bleiben der Nahe Osten und Nordafrika. Die Punktzahl der USA ging weiter zurück, was die Studienautoren auf die "politische Instabilität" zurückführen. Das Land zählt damit zu den 50 am wenigsten friedlichen Länder weltweit.

Positive Entwicklungen gab es in Subsahara-Afrika. Vier der fünf größten Verbesserungen im Ranking fanden dort statt, nämlich in Gambia, Liberia, Burundi und Senegal.

Quelle: Apa/Dpa

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