Weltpolitik

"Innovation in Politics Award" in Wien vergeben

Der "Innovation in Politics Award" 2018 ist am Samstagabend im Wiener Rathaus an das Europäische Solidaritätskorps verliehen worden. Das von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker 2016 initiierte Projekt wurde in der Kategorie "Zivilisation" ausgezeichnet, teilte die EU-Kommission am Samstag mit.

Europäisches Solidaritätskorps erhält "Innovation in Politics Award" SN/APA (OTS)/Europäische Kommission
Europäisches Solidaritätskorps erhält "Innovation in Politics Award"

Das Europäische Solidaritätskorps ermöglicht es demnach jungen Europäern zwischen 18 und 30 Jahren, sich in verschiedenen Projekten in der EU gemeinnützig zu engagieren. Bisher hätten sich rund 72.000 Personen registriert, etwa 7.000 davon seien bereits aktiv geworden, hieß es.

"Die zugrunde liegende Idee war, dass wir jenen Jungen, die Bereitschaft durch Taten zeigen, etwas anbieten müssen, das deutlich macht, dass Solidarität keine leere Worthülse ist", so Kommissionspräsident Juncker in einer Videobotschaft an die Teilnehmer der Preisverleihung. "Wir leben in Europa in einer Zeit, in der die Dimension der Solidarität allzu oft nicht entwickelt ist oder gar unterminiert wird", fügte er hinzu. Die Tatsache, dass junge Europäer jene unterstützten, "die sich in einer schwierigen Lage befinden - Kinder, Flüchtlinge, Opfer von Naturkatastrophen - sei von großer Bedeutung."

Den Preis verleiht das nach eigener Darstellung parteiunabhängige Wiener "Innovation in Politics Institute" "mutigen und kreativen Politiker/innen aus allen demokratischen Parteien und auf allen Ebenen der politischen Tätigkeit in Europa, damit ihre Arbeit anderen als Quelle der Inspiration dienen kann", heißt es auf der Projekthomepage.

Laut EU-Kommission wurden 2018 insgesamt rund 600 Einreichungen von einer Jury aus 1.000 europäischen Bürgern in acht Kategorien (Lebensqualität, Wohlstand, Arbeitsplätze, Ökologie, Zivilisation, Demokratie, Menschenrechte und Gemeinwesen) bewertet. Unter den 80 Finalisten fanden sich sechs österreichische Initiativen: das Bildungsgrätzl Ebner-Inklusiv-Eschenbach des Wiener Bildungsstadtrates Jürgen Czernohorszky (SPÖ), das Linzer Projekt Open Commons Linz von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), die oberösterreichische Initiative Unser Boden für Bienen von Landesrat Rudi Anschober (Grüne), das Bildungskonto des WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), der Grazer Fonds für Aufstieg und Entwicklung sowie die Digitalisierungsinitiative KMU Digital, die gemeinsam vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der WKÖ ins Leben gerufen wurde.

Quelle: APA

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