Weltpolitik

Iraks Ex-Premier Al-Maliki weist Vorwürfe zurück

Iraks Ex-Regierungschef Nuri al-Maliki hat einen Untersuchungsbericht des Parlaments als wertlos kritisiert, der ihn für die Einnahme der Stadt Mosul durch die IS-Terrormiliz verantwortlich macht. Die parlamentarische Untersuchungskommission sei von politischen Streitigkeiten beherrscht worden und nicht objektiv gewesen, erklärte Al-Maliki am Dienstag auf seiner Facebook-Seite.

Der Fall Mossuls sei eine Verschwörung gewesen, die in der türkischen Hauptstadt Ankara geplant worden sei, so der frühere Regierungschef. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die nordirakische Millionenstadt im Juni vergangenen Jahres überrannt. Die irakische Armee leistete kaum Widerstand. Stattdessen ergriffen die meisten Soldaten die Flucht und ließen Ausrüstung und Waffen zurück.

Der Untersuchungsbericht des Parlaments macht dafür laut Medienberichten vor allem Al-Maliki verantwortlich, der damals Regierungschef war. Auch mehrere führende Armeeangehörige werden demnach beschuldigt. Das Parlament leitete den Bericht an die Justiz weiter. Parlamentspräsident Salim al-Jaburi erklärte, alle Verantwortlichen sollten ausnahmslos zur Rechenschaft gezogen werden. Al-Maliki könnte damit sogar eine Anklage drohen.

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