Weltpolitik

Iran-Abgeordnete wollen Straße von Hormuz sperren

Aufgrund des ÖL-Embargos der EU fordern iranische Parlamentarier ein Gesetz, das Öltransporte in Richtung Europa durch die Straße von Hormus verbietet. Zahlreiche Golfstaaten sind vom Ölexport über diese Seestraße abhängig.

Iran-Abgeordnete wollen Straße von Hormuz sperren SN/apa (archiv/epa)
Meerenge ist strategisch ungemein wichtig.

"Das Projekt ist eine Antwort auf die Öl-Sanktionen der Europäischen Union gegen die Islamische Republik", sagte der Abgeordnete des Auswärtigen Ausschusses im iranischen Parlament, Ibrahim Agha-Mohammadi, der amtlichen Nachrichtenagentur Mehr. Durch die strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman laufen rund 35 Prozent des per Schiff abgewickelten Ölhandels weltweit.

Der Iran hatte vor wenigen Monaten mit einer kompletten Blockade der Meerenge gedroht, sollte der Westen weitere Sanktionen im Atomstreit verhängen. Zum 1. Juli trat nun ein Öl-Embargo der EU gegen den Iran in Kraft.

Am Dienstag testete der Iran außerdem einige Raketen bei einem Militärmanöver in der Wüste Lut. Die Revolutionsgarden hätten erfolgreich mehrere Raketentypen im Südosten des Landes gezündet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Ursprünglich hatten die Revolutionsgarden, die zweite der Streitkräfte neben der regulären Armee, die Tests für Montag angekündigt, also einen Tag nach dem Inkrafttreten des EU-Ölembargos gegen Teheran im Atomstreit. Im Laufe des Manövers will das iranische Militär nach eigenen Angaben alle ihm zur Verfügung stehenden Raketentypen testen, also Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen.

Quelle: Apa/Ag.

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