Weltpolitik

Iran weist saudische Spionagevorwürfe zurück

Nach einem umstrittenen Todesurteil eines saudischen Gerichts gegen 15 Angeklagte wegen angeblicher Spionage für den Iran protestiert die Regierung in Teheran gegen den Richterspruch. "Diese Unterstellungen sind grundlos und politisch motiviert", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Mittwoch.

Der Sprecher forderte die Saudis auf, die Identität der Spione preiszugeben, zumindest aber die eines angeblich beteiligten Iraners. Am Dienstag hatte ein Gericht in Saudi-Arabien die 15 Angeklagten wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt. Den Angeklagten wurde unter anderem vorgeworfen, mit Irans Hilfe eine Geheimzelle gebildet und Militärinformationen an Teheran weitergegeben zu haben. Damit hätten sie die nationale Sicherheit gefährdet.

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen. Anfang des Jahres hatte Saudi-Arabien den prominenten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr hinrichten lassen. Eine aufgebrachte Menge hatte danach in der iranischen Hauptstadt Teheran die saudische Botschaft gestürmt.

Quelle: Apa/Dpa

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