Weltpolitik

Iranische Politik laut Merkel bedrohlich für Israel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags Verständnis für israelische Sorgen vor dem Iran geäußert. Es sei "wichtig und richtig", dass Israel seine Sicherheitsinteressen vertrete, sagte Merkel in dem am Sonntag veröffentlichten Interview des israelischen Rundfunks. "Und Iran hat eine Politik, die ist bedrohlich für Israel, das ist richtig."

Angesprochen auf israelische Luftangriffe gegen iranische Ziele im Bürgerkriegsland Syrien sagte Merkel: "Israel muss seine Existenz sichern, und die Situation in Syrien ist natürlich eine sehr bedrohliche auch für Israel. Deshalb setzen wir uns ja auch dafür ein, dass zum Beispiel keine iranischen Streitkräfte so nahe an die Golanhöhen kommen." Darüber habe sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen.

Israel hatte erst in der Nacht zum vergangenen Montag heftige Angriffe auf syrische und iranische Stellungen in Syrien geflogen. Zuvor hatte die israelische Luftabwehr eine aus Syrien abgefeuerte Rakete über den Golanhöhen abgefangen. Die israelische Luftwaffe hat in den vergangenen Jahren immer wieder Ziele im benachbarten Syrien angegriffen, um eine dauerhafte militärische Etablierung seines Erzfeinds Iran dort zu verhindern. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im syrischen Bürgerkrieg.

Israel und Syrien sind verfeindete Länder. Während des Sechstagekriegs 1967 hatte Israel die syrischen Golanhöhen erobert und später annektiert. Bereits bei einem Besuch in Israel im Oktober hatte Merkel gesagt, dass der Iran mit Truppen nahe den Golanhöhen stehe, sei eine Bedrohung Israels.

Quelle: Apa/Dpa

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