Weltpolitik

Israel: Iraker haben Regierungsvertreter im Land getroffen

Drei irakische Delegationen haben nach israelischen Angaben Israel besucht und dort Regierungsvertreter getroffen. Israel und der Irak sind miteinander verfeindet. "Wir sehen es als einen positiven Schritt und als einen Beweis, dass wir einen guten Dialog mit unseren Nachbarn in der Region und besonders mit dem Irak aufbauen können und sollten", so ein Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem.

Nach Berichten sollen drei irakische Delegationen israelische Wissenschafter und Regierungsvertreter getroffen haben. Zu den Themen der Gespräche wollte sich der Ministeriumssprecher nicht äußern. Außerdem sollen die Iraker die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht haben. Die Besuche seien geheim gehalten und als inoffiziell deklariert worden, auch um den irakischen Nachbarn und israelischen Erzfeind Iran nicht zu verärgern.

Israel und arabische Staaten wie Saudi-Arabien rücken immer näher zusammen, weil sie im Iran einen gemeinsamen Feind und eine Bedrohung sehen. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu betont immer wieder, hinter den Kulissen gebe es eine Annäherung Israels an mehrere arabische Staaten. Im Oktober hatte mit Netanyahu erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder ein israelischer Regierungschef den arabischen Golfstaat Oman besucht.

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