Weltpolitik

Israel riegelt Palästinensergebiete für jüdisches Neujahr ab

Israel riegelt das besetzte Westjordanland und den Gazastreifen während des jüdischen Neujahrfestes Rosh Hashana ab. Von Sonntag bis Dienstag dürfen Palästinenser nur unter bestimmten Umständen und in humanitären Fällen ausreisen, wie eine Sprecherin der Armee am Freitag mitteilte. Damit reicht eine Arbeitsgenehmigung nicht wie sonst üblich zur Einreise nach Israel aus.

Israel schließt an jüdischen Feiertagen immer wieder die Grenzübergänge und begründet dies mit Sicherheitsbedenken. Juden feiern Neujahr zu Rosh Hashana und damit an den ersten beiden Tagen des jüdischen Kalendermonats Tishri - 2019 ist dies am 30. September und 1. Oktober der Fall.

Auch während des höchsten jüdischen Feiertages Yom Kippur, am 8. und 9. Oktober, bleiben die Grenzübergänge laut Armee komplett geschlossen. Dies gilt auch für das Sukkotfest vom 13. bis zum 21. Oktober. Die Industriezonen im Westjordanland blieben während der Feiertage allerdings geöffnet, sagte die Armeesprecherin. Dort arbeiten oft Palästinenser.

Israel hatte während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem das Westjordanland und den Gazastreifen erobert. Es hat vor zwölf Jahren eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas wird von der Europäischen Union, Israel und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Quelle: Apa/Dpa

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