Weltpolitik

Israeli soll mit Irans Geheimdienst zusammengearbeitet haben

Die israelischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen Israeli festgenommen, der Verbindungen zum iranischen Geheimdienst gehabt haben soll. Der Iran ist der Erzfeind Israels. Außerdem habe der Mann in Kontakt mit einer libanesischen Terrorgruppe gestanden, die ebenfalls für den Iran gearbeitet habe, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Es sei dabei auch um die Vorbereitung von Terroranschlägen in Israel gegangen. Der Verdächtige sei angeklagt worden. Allerdings sagte ein Polizeisprecher nicht, wie die Anklagepunkte lauten.

Der Israeli sollte Informationen über strategische Sicherheitseinrichtungen weitergeben sowie über israelische Araber, die dem Iran helfen könnten, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Untersuchung habe einen Hinweis auf die starken Verbindungen zwischen dem Iran und der militanten Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) gegeben sowie deren Bemühungen, Geheimoperationen und Terroranschläge gegen Israel auszuführen. "Die Untersuchung zeigt erneut, wie der Iran versucht, Menschen zu rekrutieren, um Operationen gegen Israel durchzuführen", hieß es in der Mitteilung.

Der Zerfall Israels ("Zionistisches Gebilde") und die "Befreiung Palästinas" gehören seit 40 Jahren zur außenpolitischen Doktrin der Islamischen Republik Iran. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat den Iran als "größte Bedrohung für die Existenz Israels" eingestuft.

Israel hat im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser fordern die Gebiete dagegen für einen eigenen Staat Palästina.

Quelle: Apa/Dpa

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