Weltpolitik

Israelisches Baby stirbt nach Anschlag im Westjordanland

Drei Tage nach einem Schusswaffenangriff auf Israelis im besetzten Westjordanland ist ein per Notkaiserschnitt in der 30. Woche zur Welt gebrachtes Baby gestorben. Das behandelnde Krankenhaus in Jerusalem gab am Mittwoch "mit tiefer Trauer" den Tod des Frühchens bekannt. Das Baby einer schwerverletzten Frau sei trotz aller Bemühungen der Ärzte verstorben.

An einer Bushaltestelle nahe der israelischen Siedlung Ofra im nördlichen Westjordanland war am Sonntagabend aus einem vorbeifahrenden palästinensischen Auto heraus auf Passanten geschossen worden. Sieben Menschen wurden dabei verletzt, darunter eine schwangere Frau. Die 21-Jährige erlitt schwere Verletzungen, Ärzte brachten ihr Kind in der Nacht per Notoperation zur Welt. Während sich der Zustand der Mutter stabilisierte, ging es dem Baby nach Angaben des Krankenhauses schon am Montag schlechter.

Die israelische Armee fahndet noch nach den Tätern. Die radikalislamische Hamas hatte nach dem Angriff erklärt, der Vorfall beweise, dass der "Widerstand" im Westjordanland noch lebendig sei.

Seit Herbst 2015 kommt es wieder verstärkt zu solchen Anschlägen im Westjordanland. Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg unter anderem Ost-Jerusalem und das Westjordanland erobert. Die Palästinenser fordern das Gebiet für einen eigenen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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