Weltpolitik

IStGH will zu möglichen IS-Verbrechen in Libyen ermitteln

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag will künftig auch zu möglichen Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen ermitteln. Dies kündigte am Donnerstag IStGH-Chefanklägerin Fatou Bensouda an. Sie habe den UNO-Sicherheitsrat bereits informiert, dass Libyen im kommenden Jahr eine der "Prioritäten" ihres Gerichts sein solle.

IStGH will zu möglichen IS-Verbrechen in Libyen ermitteln SN/APA (AFP)/BAS CZERWINSKI

Die Ermittlungen sollten auch mögliche IS-Verbrechen umfassen. Sie hoffe, "in naher Zukunft" bereits Haftbefehle wegen in Libyen begangener Verbrechen zu beantragen, sagte Bensouda weiter. Es wäre das erste Mal, dass das Gericht gegen IS-Mitglieder vorgeht. Bisher hatte der IStGH seine Ermittlungen in Libyen auf Verbrechen der 2011 gestürzten Führung um Muammar al-Gaddafi konzentriert. Unter anderem fordert das Gericht die Auslieferung von dessen Sohn Saif al-Islam nach Den Haag, wo er sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten soll.

Quelle: Apa/Ag.

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