Weltpolitik

Italienische Sondereinheiten nach Libyen entsendet

Die italienische Regierung hat Sondereinheiten nach Libyen entsendet. Dabei handelt es sich um 40 bis 100 Soldaten, die mit Geheimdienst-Aufgaben, dem Training libyscher Soldaten, sowie der Säuberung von Minen in den Gebieten beauftragt wurden, die von den Milizen in Misrata befreit wurden, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica".

Regierungsquellen bestätigten die Entsendung der Spezialkräfte. Diese seien nicht in Kämpfen an der Seite der Regierung engagiert. Vergangene Woche hatte sich die Regierung von Premier Matteo Renzi bereit erklärt, den USA Stützpunkte in Italien für ihre Luftangriffe auf mutmaßliche Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen zur Verfügung zu stellen.

Die Opposition in Rom warnte vor der Gefahr, dass Italien in einen Krieg in Libyen verwickelt werde. Die populistische Fünf Sterne-Bewegung drängte, dass die Regierung beim Parlament um Erlaubnis anfrage, Soldaten nach Libyen zu entsenden. "Der Kampf gegen die Fundamentalisten ist zwar notwendig, doch die Regierung hatte bisher einen Einsatz unserer Soldaten in Libyen ausgeschlossen. Hat die Regierung das Parlament belogen?" fragte der Parlamentarier der oppositionellen Forza Italia, Maurizio Gasparri.

Quelle: APA

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