Weltpolitik

Johannes Hahn: "Wir haben unsere Lektion gelernt"

So mancher Regierungschef würde den Westbalkan-Gipfel am Donnerstag in Sofia am liebsten auslassen, der spanische tut es. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn beharrt: Die EU könne die Situation vor der Haustür nicht ignorieren.

 Johannes Hahn (ÖVP) ist seit 2010 EU-Kommissar. Seit 2014 ist er zuständig für Nachbarschaftspolitik und Erweiterung. SN/APA (AFP)/THIERRY ROGE
Johannes Hahn (ÖVP) ist seit 2010 EU-Kommissar. Seit 2014 ist er zuständig für Nachbarschaftspolitik und Erweiterung.

Erstmals nach 15 Jahren gibt es wieder ein EU-Gipfeltreffen mit den sechs Erweiterungsländern. Es wird vor allem um Naheliegendes gehen, wie die stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region selbst.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat gesagt, er werde ohne innere Reform keiner EU-Erweiterung zustimmen. Was heißt das für Ihre Westbalkan-Strategie? Hahn: Was den Westbalkan anbelangt, sehen die politisch Verantwortlichen klar die Sinnhaftigkeit. Erstens gehört der Westbalkan zu Europa. Die Region ist ausschließlich von EU-Staaten umgeben und in vielfacher Weise mit der EU verbunden. Entweder wir exportieren Stabilität oder wir importieren Instabilität. Wir haben jetzt mit 2025 ein rein indikatives Datum genannt, das macht die europäische Perspektive konkret und veranlasst die Mitgliedsstaaten, sich damit intensiver auseinanderzusetzen. Macron war bisher immer sehr positiv und was er sagt, ist richtig. Die EU-Staaten müssen sich auf die Aufnahme neuer Mitglieder vorbereiten.

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