Weltpolitik

John Brennan kontert Trump-Kritik an US-Geheimdiensten

Der scheidende CIA-Direktor John Brennan hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump wegen dessen Kritik an den Geheimdiensten angegriffen. Wenige Tage vor der Amtseinführung von Trump warnte Brennan den Republikaner am Sonntag in einem Interview mit dem Sender "Fox News", Russland in Sachen Hacker-Angriffe nicht zu schnell freizusprechen.

Spontaneität ist nichts, was nationale Sicherheitsinteressen schützt.  SN/APA (GETTY)/JOE RAEDLE
Spontaneität ist nichts, was nationale Sicherheitsinteressen schützt.

Trump müsse beachten, was er sage - und stets die Konsequenzen bedenken. "Spontaneität ist nichts, was nationale Sicherheitsinteressen schützt." Es gehe nicht nur um die Person Trump. "Es geht um die Vereinigten Staaten von Amerika."

Der milliardenschwere Immobilienunternehmer, der Ende der Woche offiziell die Nachfolge von Barack Obama antritt, ist dafür bekannt, seine Kritiker scharf und oft öffentlich über Twitter anzuprangern. Zuletzt hatte er den US-Geheimdiensten vorgeworfen, Informationen zu kompromittierenden Dossiers gegen ihn gestreut zu haben. Er warf ihnen sogar Nazi-Methoden vor.

Brennan nannte diese Trump-Aussage ungeheuerlich. Es sende kein gutes Signal in die Welt, wenn der künftige Präsident seinen eigenen Geheimdiensten nicht vertraue. Trump hatte auch lange öffentlich angezweifelt, dass Russland entgegen anderslautenden Erkenntnissen der US-Dienste hinter Hacker-Angriffen auf die Demokratische Partei zu Beeinflussung der Präsidentenwahl zu seinen Gunsten stehen könnte.

Quelle: Apa/Ag.

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