Weltpolitik

Journalist in mexikanischem Badeort Playa del Carmen ermordet

In Mexiko ist erneut ein Journalist ermordet worden. Der Kriminalreporter Francisco Romero wurde am Donnerstag in seiner Heimatstadt, dem Badeort Playa del Carmen an der mexikanischen Karibikküste, tot aufgefunden, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Quintana Roo mitteilte.

Der Tatort in Playa del Carmen. SN/APA/AFP/RODRIGO ARANGUA
Der Tatort in Playa del Carmen.

Nach Angaben der Ermittler hatte Romero die Polizei im April über Morddrohungen informiert. Die Polizei nahm Mordermittlungen auf.

Romero hatte bei Facebook eine Nachrichtenseite betrieben, auf der er über Lokalpolitik und Kriminalität berichtete. Die Seite hat mehr als 17.000 Abonnenten. Romero arbeitete außerdem für die Zeitung "Quintana Roo Hoy", eine der führenden Tageszeitungen in Quintana Roo.

Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen wurde er 2018 in ein Schutzprogramm der mexikanischen Regierung für gefährdete Journalisten und Menschenrechtsaktivisten aufgenommen. Es bietet verschiedene Schutzvorkehrungen wie Alarmknöpfe, Überwachungsanlagen und Personenschützer an. Romero wurde den Angaben zufolge nach dem Mord an seinem Kollegen Ruben Pat in das Programm aufgenommen.

Romero ist bereits der fünfte Journalist, der seit Jahresbeginn in Mexiko ermordet wurde. Reporter ohne Grenzen stuft Mexiko als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein - neben Kriegsländern wie Afghanistan, Syrien oder dem Jemen. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko zehn Journalisten getötet. Die Täter dürften in den meisten Fällen mit der organisierten Drogenkriminalität in Verbindung stehen.

Quelle: Apa/Ag.

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