Weltpolitik

Juden sind in Frankreich nicht sicher

Vor 76 Jahren entfloh die Jüdin Mireille Knoll dem Holocaust - nun wurde sie ermordet. Die Tat erschüttert nicht nur Frankreich.

Die Wohnungstür der ermordeten Mireille Knoll ist mit Herzen beklebt.  SN/AP
Die Wohnungstür der ermordeten Mireille Knoll ist mit Herzen beklebt.

Nach dem Drama um die Geiselnahme in dem Supermarkt von Trèbes, bei dem der Gendarm Arnaud Beltrame sein Leben opferte, um das einer Geisel zu retten, erschüttert das Schicksal einer 85-jährigen Jüdin die französische Öffentlichkeit. Mireille Knoll war am Freitagabend in ihrer Wohnung im 11. Pariser Arrondissement mit elf Messerstichen ermordet und ihre Leiche in Brand gesteckt worden. Als mutmaßlichen Täter nahm die Polizei am Wochenende einen 29-jährigen Nachbarn sowie einen 21-jährigen Obdachlosen als Komplizen fest. Nach Mitteilung der Ermittler soll der 29-jährige bei dem Überfall "Allah ist groß" gerufen haben. Sein Komplize soll durch die Aussicht auf das angebliche Vermögen der "reichen Jüdin" zur Mittäterschaft verlockt worden sein. Beide Verdächtige sind nach Polizeiangaben vorbestraft, der 29-Jährige wegen sexueller Aggression.

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