Weltpolitik

Junge Christen begegnen sich bei Taize-Treffen in Riga

Christlich gesinnte Jugendliche aus aller Welt sind am Mittwoch in Riga zum 39. Europäischen Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taize zusammenkommen. Rund 15.000 junge Menschen zwischen 17 und 35 Jahren versammelten sich in Kirchen und Mehrzweckhallen in der lettischen Hauptstadt, wo am Abend das erste gemeinsame Gebet geplant war.

Bis zum 1. Jänner 2017 stehen gemeinsame Gebete und Diskussionen über soziale und gesellschaftliche Themen auf dem Programm. Höhepunkt sei die Feier eines alternativen Jahreswechsels in Form eines "Gebets für den Weltfrieden". Auch ein "Fest der Völker" soll stattfinden.

Mit Riga ist erstmals eine von vielen orthodoxen Gläubigen bewohnte Hauptstadt einer Ex-Sowjetrepublik Gastgeber des seit 1978 jeweils zum Jahresende organisierten Treffens. Untergebracht sind die Teilnehmer vorrangig in Gastfamilien oder in Schulen und Turnhallen.

Der ökumenischen Gemeinschaft von Taize gehören etwa 100 Männer aus mehr als 25 Ländern an, die aus verschiedenen evangelischen und aus der katholischen Kirche stammen. Sie folgen einer Ordensregel aus dem Jahr 1953, die Freude, Barmherzigkeit und Einfachheit in den Mittelpunkt stellt und eine umfassende Gütergemeinschaft festlegt.

Die Wurzeln der Gemeinschaft liegen in einem Haus in dem kleinen burgundischen Ort Taize, in dem sich 1940 der Schweizer Theologe Roger Schutz (1915-2005) niederließ. 1949 entschlossen sieben Männer sich dort zu einem religiösen Leben in Ehelosigkeit. Erster Prior wurde der Frere Roger genannte Schutz.

Die besondere Spiritualität des Ordens zog in der Folgezeit viele Jugendliche an. Seit Ende der 1960er-Jahre organisiert die Gemeinschaft regelmäßige Jugendtreffen, seit 1978 finden internationale Treffen in europäischen Städten statt. Geleitet wird die Bruderschaft von dem deutschen Katholiken Frere Alois Löser.

Quelle: Apa/Dpa

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