Weltpolitik

Kämpfe in Mosambik während des Papstbesuchs

In Mosambik ist es während des Besuchs von Papst Franziskus offenbar zu Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition gekommen. Lokale Medien berichten von einem Angriff am Freitag im Bezirk Gondola im Zentrum des Landes, wie Kathpress meldet.

Der Papst rief zum Frieden auf SN/APA (AFP)/TIZIANA FABI
Der Papst rief zum Frieden auf

Dabei sollen mosambikanische Sicherheitskräfte in ein Lager der oppositionellen RENAMO eingedrungen sein; daraufhin habe ein Gefecht stattgefunden.

Wenige Stunden zuvor war es in der Region zu einem Überfall auf einen Bus gekommen; dabei wurden drei Passagiere verletzt. Ein Guerilla-Sprecher distanzierte sich von dem Überfall.

Im August hatten die ehemaligen Bürgerkriegsgegner FRELIMO und RENAMO ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es sieht unter anderem die endgültige Entwaffnung und zivile Wiedereingliederung der letzten RENAMO-Rebellen sowie Wahlen Mitte Oktober vor. Allerdings hat ein Teil der RENAMO-Rebellen angekündigt, das Abkommen nicht zu respektieren und die Wahlen zu boykottieren. Berichten zufolge soll es sich bei den angegriffenen Rebellen um diese RENAMO-Splittergruppe handeln.

Papst Franziskus hatte Mosambik von Mittwoch bis Freitagnachmittag besucht. In der Hauptstadt Maputo rief er die Politiker eindringlich zu mehr Anstrengungen um den Frieden auf; dieser sei "ein hartes Stück Arbeit". Dennoch gelte es, entschieden, mutig und beharrlich zu verkünden: "Nein zur Gewalt, die zerstört, Ja zu Frieden und Versöhnung!"

Mittlerweile besucht der Papst die ostafrikanische Insel Madagaskar. Samstag früh ist eine Begegnung mit Staatspräsident Madagaskars Staatspräsident Andry Rajoelina vorgesehen, wie Kathpress meldet. Im Anschluss daran spricht der Papst vor Vertretern von Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft.

Für den Abend ist eine Gebetsfeier mit jungen Menschen vorgesehen, ähnlich wie bei Weltjugendtagen. Sonntag früh findet auf demselben Gelände eine Messe statt. Madagassische Medien sprachen schon im Vorfeld von einem "historischen Besuch". Der Papst werde als "Pilger des Friedens" auf die Tropeninsel kommen.

Quelle: APA

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