Weltpolitik

Kein Flüchtling wird ausgesperrt

Uganda hat bereits mehr als eine Million Menschen aus
dem Südsudan aufgenommen. Von einer Obergrenze hält die Regierung des Entwicklungslandes trotzdem nichts.

Fast unerträglich schwül ist es in dem kleinen Zelt, das gleich nach dem Eingang zum Flüchtlingscamp Imvepi im Norden von Uganda aufgebaut ist. Doch die Kinder stört das wenig. "Hello, hello", brüllt die aufgeweckte Meute. Die Organisation "Save the Children" beschäftigt die Kleinen, während ihre Eltern offiziell als Flüchtlinge registriert werden. Es ist eine von 29 NGOs, die sich hier gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der Regierung von Uganda um die Schutzsuchenden aus dem Südsudan kümmern. 236.745 Flüchtlinge wurden im Bezirk Arua, in dem das Camp liegt, Ende Oktober gezählt. Sie leben nicht in abgeschlossenen Lagern, sondern in Siedlungen, die rund um das Anmeldezentrum entstanden sind. Die Flüchtlinge bekommen von der Regierung ein Stück Land und vom UNHCR die notwendigsten Mittel, um sich eine - oft provisorisch aussehende - Unterkunft aufzubauen.

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