Weltpolitik

Kolumbien: FARC-Waffenstillstand bis Monatsende verlängert

Nach dem Scheitern des Referendums über den Friedensvertrag in Kolumbien hat Präsident Juan Manuel Santos die Waffenruhe mit der linken Guerillaorganisation FARC bis zum 31. Oktober verlängert. "Ich hoffe, bis dahin können wir das Abkommen konkretisieren und den Konflikt beilegen", sagte der Staatschef am Dienstag. Zuvor hatten die Rebellen angekündigt, an dem Waffenstillstand festzuhalten.

Bereits im August hatten die Regierung und die FARC einen beidseitigen Waffenstillstand geschlossen. Er galt allerdings nur bis zum Zeitpunkt des Referendums. Wegen des negativen Votums wurde der Waffenstillstand nun verlängert.

Am Sonntag hatten die Kolumbianer den Friedensvertrag mit den FARC in dem Plebiszit überraschend abgelehnt. Die Gegner kritisierten vor allem die Strafnachlässe für die Guerilleros und die geplante politische Beteiligung der FARC. Um das Abkommen noch zu retten, muss nun nachverhandelt werden.

(Apa/Dpa)

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