Weltpolitik

Kolumbiens Präsident räumt Niederlage bei Referendum ein

Nach der Ablehnung des Friedensvertrags mit der linken Guerillaorganisation FARC hat der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos seine Niederlage eingeräumt. "Ich bin der erste, der das Ergebnis anerkennt", sagte der Staatschef am Sonntagabend (Ortszeit) nach der Volksabstimmung, bei der eine knappe Mehrheit gegen das Abkommen gestimmt hatte.

Santos hatte den Friedensprozess in das Zentrum seiner Präsidentschaft gestellt und offensiv für eine Annahme des Abkommens gewonnen. "Ich gebe nicht auf. Ich werde mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit um den Frieden bemühen", sagte er. Der Waffenstillstand mit den FARC bleibe zunächst in Kraft. Die Unterhändler der Regierung sollten demnach am Montag zum Ort der Friedensverhandlungen in Kuba reisen und gemeinsam mit der FARC-Delegation die Lage sondieren.

(Apa/Dpa)

Aufgerufen am 21.02.2018 um 08:10 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/kolumbiens-praesident-raeumt-niederlage-bei-referendum-ein-1011604

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