Weltpolitik

Kommandeur der prorussischen Separatisten in Ukraine getötet

Ein ranghoher Militärkommandeur der prorussischen Separatisten ist in der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk getötet worden. Michail Tolstych, auch bekannt unter dem Kampfnamen "Guivi", sei am Mittwoch bei einem "Terrorakt" getötet worden, sagte der Rebellenvertreter Eduard Bassurin der Nachrichtenagentur AFP. Auch Verantwortliche der selbst ernannten "Republik Donezk" gaben den Tod bekannt.

Nach ersten Erkenntnissen wurde Tolstych am frühen Morgen bei einer Explosion in seinem Büro im Zentrum von Donezk getötet. Der Angriff auf den Militärkommandeur erfolgte wenige Tage, nachdem die nahe gelegene Kleinstadt Awdijika von tagelangen schweren Kämpfen erschüttert worden war.

Bei den Kämpfen in Awdijika, das zehn Kilometer von Donezk entfernt ist, wurden mindestens 27 Menschen getötet. Seit dem Wochenende ruhen dort gemäß einer Vereinbarung zwischen der ukrainischen Führung und den Rebellen die Waffen.

Im Ukraine-Konflikt wurden bereits mehrere Militärführer der Rebellen bei Attentaten in dem von ihnen kontrollierten Gebiet getötet. Im Oktober 2016 starb Arseni Pawlow zusammen mit seinem Leibwächter bei einer Bombenexplosion im Aufzug seines Hauses. Im Jahr 2015 wurde der Kommandant Pawel Dremow durch eine Autobombenexplosion getötet. Die Kommandeure Alexander Bednow und Alexej Mosgowoj wurden im selben Jahr jeweils in einem Hinterhalt getötet.

Quelle: Apa/Ag.

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