Weltpolitik

Kongolesisches Militär tötete 28 Rebellen im Ost-Kongo

Die kongolesischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mindestens 28 Mitglieder einer Rebellengruppe getötet. Soldaten hätten am Donnerstag die Miliz ADF im Dorf Ngite nahe der Stadt Beni im Osten des Landes angegriffen, teilte ein Militärsprecher mit. Die ursprünglich aus Uganda stammende radikal-islamische ADF führt immer wieder Angriffe rund um Beni durch.

Den Verbündeten Demokratischen Kräfte (ADF) wird vorgeworfen, seit 2014 Tausende Menschen, darunter UNO-Friedenssoldaten, getötet zu haben. Offiziell wurde die Gruppe 1995 gegründet, sie ist aber bereits seit Ende der 1980er aktiv. Die Ziele der Gruppe sind trotz ihres langen Bestehens relativ unklar.

In den vergangenen Monaten konnte nachgewiesen werden, dass die ADF finanzielle Unterstützung von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) erhielt. Mitte April reklamierte der IS erstmals einen Anschlag im Kongo für sich.

Im instabilen Osten Kongos sind zudem etliche andere bewaffnete Gruppen aktiv, denen es meist um die Kontrolle über Gebiete und deren Bodenschätze wie Gold oder Kobalt geht. Die anhaltenden Kämpfe in dem Gebiet sind einer der Hauptgründe, weshalb Helfer die Ebola-Epidemie im Kongo nur schwer unter Kontrolle bringen können.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 05.12.2020 um 04:42 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/kongolesisches-militaer-toetete-28-rebellen-im-ost-kongo-71049658

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