Weltpolitik

Kreml kritisiert Ausweitung von US-Sanktionen gegen Russland

Der Kreml hat die Ausweitung der US-Sanktionen gegen Russland wegen der Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 kritisiert. Washington setze weiter auf Sanktionsrhetorik, sagte Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, am Mittwoch in Moskau. Dabei zeigten die USA keinerlei politischen Willen, "das Problem zu lösen, das wir um die Ukraine haben".

Russland behalte sich Gegenmaßnahmen vor, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das US-Finanzministerium hatte am Vortag Sanktionen gegen weitere 38 Personen und Firmen verhängt, die mit der Annexion der Krim oder dem verdeckten russischen Militäreinsatz in der Ostukraine zu tun haben. Unter anderem kamen die private russische Söldnertruppe "Wagner" und ihr Chef Dmitri Utkin auf die Strafliste. Die Gruppe soll sowohl in der Ukraine wie in Syrien aktiv sein.

Es gebe keine Vorbereitungen für ein mögliches Treffen Putins mit US-Präsident Donald Trump beim G-20-Gipfel in Hamburg, sagte Peskow. Er blieb bei der Sprachregelung, dass eine solche Begegnung nicht ausgeschlossen sei, weil beide Staatschefs an dem Gipfel am 7./8. Juli teilnehmen. Das russische Vorgehen gegen die Ukraine ist einer der Streitpunkte mit den USA.

Quelle: Apa/Dpa

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