Weltpolitik

Kritik an Serbien wegen Flüchtlingsunterkünften hält an

Wegen unhaltbarer Zustände in einem der größten Flüchtlingslager Europas steht die serbische Regierung unter Beschuss. Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen und andere Hilfsorganisationen kritisierten den Zustand, in dem sich etwa 1.500 Flüchtlinge im Belgrader Stadtzentrum befinden. Am Montag wurden nun etwa 50 minderjährige Flüchtlinge im Aufnahmezentrum im Vorort Krnjaca untergebracht.

Unhaltbare Zustände für Flüchtlinge in Belgrad.  SN/APA (AFP)/ANDREJ ISAKOVIC
Unhaltbare Zustände für Flüchtlinge in Belgrad.

Eine Sprecherin des UNO-Hochkommissariates für Flüchtlinge (UNHCR), Mirjana Milenkovski, erklärte unterdessen, sie hoffe, dass in den kommenden Tagen weitere Flüchtlinge, die derzeit in einer der leeren Lagerhallen ohne Wasser und Heizung auskommen müssen, in Aufnahmezentren untergebracht werden. Eine neue Unterkunftsmöglichkeit würde es etwa in der Stadt Obrenovac, rund 60 Kilometer südlich von Belgrad geben.

Nach Angaben der serbischen Behörden hätten Flüchtlinge, die hinter dem Belgrader Busbahnhof Zuflucht suchten, es wiederholt abgelehnt, in Aufnahmezentren untergebracht zu werden. Helfer berichten, dass sie eine Abschiebung fürchten würden. Nach Angaben serbischer Hilfsorganisationen dürfte sich die Flüchtlingszahl derzeit auf etwa 8.000 belaufen. Etwa 6.000 Flüchtlinge seien in den Aufnahmezentren untergebracht. Dort soll es derzeit noch 500 freie Plätze geben. Man sei bereit, alle Flüchtlinge unterzubringen, heiß es aus dem Flüchtlingskommissariat der serbischen Regierung.

Quelle: APA

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